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Tag 14 – Kobe genau wie ich es wollte

Der kleine Ralph (ok, vielleicht war ich da auch schon 40… wie lange wird Youtube schon intensiv genutzt?) hat mal ein Video gesehen, in dem ein Stück Fleisch das er so vorher noch nie gesehen hat, für den Gast auf einer großen heißen Metallplatte zubereitet wurde. Danach hab ich mir noch viele dieser Videos angesehen und davon geträumt, genau das auch irgendwann einmal so wie in den Videos essen zu können.

Und das war genau heute 😊

Angefangen hat der Tag damit, dass mein Lieblinglingscafé vom ersten Morgen in Osaka leider doch noch zu hatte… schnell ein anderes gesucht, das recht solide geliefert hat.

Da mein Termin für den Platz an der Sonne in Kobe erst um 20:00 Uhr war, hatte ich ab 14:00 noch etwas Zeit. Vorher kurz den zweiten Waschtag eingelegt, da ich ja nur für max sieben Tage eingepackt habe.

Also ging es zur Burg in Osaka. Mann haben die da große Granitblöcke… das ist fast genauso schwer zu verstehen wie der Bau der Pyramiden, denn die sind richtig groß, der größte wiegt wohl 108 Tonnen. Die Burg ist von aussen sehr schön anzusehen, das Gelände weitläufig und die Geschichte diese Burg sehr umfangreich.

Auf sieben (oder fünf? da fehlten in der Nummerierung ein paar Etagen) sind Exponate, Erklärungen in Wort und Film, sicherlich alles spannend, zu bestaunen. Aber mit dem Essen im Hinterkopf bin ich gemütlich einmal von oben durch ohne mir alles durchzulesen oder anzusehen. Innen fand ich es recht enttäuschend, da für die Ausstellung, die Aufzüge und Treppenhäuser der ganze Kern so modernisiert wurde, dass man das Alter nicht mehr erkennt.

Trotzdem schön das Dingen gesehen zu haben – und dann ging es nach Kobe. Zur U-Bahn, zum Bahnhof und mit dem Nahverkehrszug nach Westen. Leider hab ich den erwischt, der wieder überall hielt, gerne auch um die schnellern mit Ziel Kobe vorbei zu lassen. Egal, ich war um kurz vor 18:00 da und hab schon mal das Restaurant gesucht, gefunden und direkt gefragt ob ich vielleicht schon, wenn es geht und nichts ausmacht… jep, ich durfte direkt rein und bekam meinen Platz an der Platte 😊

Flugs das Menü zusammengestellt (auf Meeresfrüchte hab ich verzichtet) und beim ersten Pils (seht dazu das entsprechende Foto mit der Beschreibung des Bieres 😉) den Vorbereitungen zugeschaut. Oh war das schön! Mir wurde mein Stück A5 Kobe Beef präsentiert und dann ging es auch schon mit dem ersten Gang los: Kobe Beef Sushi 🥰

Danach hatte das Beilagengemüse seinen Auftritt, die Platte wurde eingölt, das Zeuch angebraten und in die Warmhaltepoaition geschoben, denn dann kam das wichtigste: das marmorierte Fleisch 😋

Ach, die Köchin hat alles genau so gemacht wie ich es in den Filmen gesehen habe, Spachtel schwingend das Fleisch hin und her geschoben und gewendet, beiseite gelegt und immer genau so viel in mundgerechte Stücke geschnitten, dass immer etwas dür mich auf dem Teller war. Es gab Soyasauce, Salz, Wasabi, Essig, Zwiebelsauce und noch was, was ich vergessen habe 😉 aber sie hat mir die beste Reihenfolge für die jeweilige Zutat gegeben.

War. Das. Lecker. Und. Zart!

Der letzte Gang war dann eine Rinderbrühe mit Kobe Beef und ein Reis mit zeitungspapierdünnem kurz angebratenem Kobe Beef. Also das volle Brett 😄

Ohne Nachtisch pappensatt hab ich dann den entsprechenden Obulus gezahlt 😁 und bin Richtung Shinkansen-Bahnhof, 12 Minuten klingt irgendwie besser als 80 Minuten… auf dem Weg noch dem ersten Straßenmusiker, den ich hier in Japan gesehen habe, gelauscht ohne auch nur ein Wort zu verstehen, schön war es trotzdem.

Im Hotel angekommen hab ich für morgen schon den Koffer gepackt, den es steht mittags die lange Shinkansen-Fahrt zurück nach Tokyo an – dem letzten Reiseziel, die letzten fünf Nächte.

Heute werde ich mit ein Lächeln einschlafen, denn alle großen Punkte meiner bucket list sind jetzt abgehakt ❤️