In Tag 10 – Ankommen ist jedesmal eine Herausforderung, aber… hab ich bereits den schönen Start in den neuen Tag in der neuen Stadt beschrieben. Was für ein leckerer Kaffee 😊.
Danach bin ich einigermaßen ziellos durch Umeda bis nach Dotonbori runter, das meiste davon zu Fuß. Bin durch große Kaufhäuser mit allen möglichen Läden, habe in alten Platten gestöbert (es gibt eine Beatles-Platte für schlappe 550.000¥, hat jemand Interesse?), hab das Riesenrad gefunden konnte aber nicht drauf, weil es überholt werden muss.
Dann stand mir der Sinn nach einem weiteren Kaffee und Maps hat mich zu einem Café im Süden geführt. Zuerst bin ich dran vorbei gelaufen, dann hab ich es doch gefunden, war auf der ersten Etage. Schiebetüre auf… und eine ganz andere Welt! Ich habe „zwar“ 15€ für die Tasse Filterkaffee und ein Stück Tiramisu bezahlt, aber das war jeden ¥ wert. Kaffee-Abwiegen auf‘s Milligramm, die Oberfläche des Kaffees im Filter exakt glätten, tröpfchenweise Wasser beigeben – bei dem ständig auf die korrekte Temperatur geachtet wurde. Erst dann kam die abgestimmte Menge Wasser in den Filter. Also hatte ich 15 Minuten später einen weiteren unfassbar (anders) guten Kaffee, den ich durch eine Schicht aufgeschlagener Sahne trinken durfte. In der „Anleitung“ im Menü stand, dass man erst zum Schluss umrühren soll, um das bitter und das süß vorher gebührend wahrnehmen zu können.
Die Tiramisu (oder das?) hatte einen Saucenspiegel aus Himbeere mit frisch gemahlenem Pfeffer oben auf, das war unerwartet sehr köstlich. Ich habe danach nur das Café fotografiert, in der Anleitung stand, dass wenn einem die Kamera auf die Tasse fällt man diese bezahlen muss… und diese sind alle aus Meissen (siehe die Reihe auf dem Foto).
Im Anschluss ging es nach Dotonbori das klassische Foto schießen. War es da voll! Und die überdachte Fußgängerzone ist sicher 1000m lang, wenn nicht mehr.
Dann wurde es Zeit etwas zu essen, da es danach ins Kino ging. Meine Wahl war auf den Film „The Doors“ von 2009 gefallen, eine Dokumentation über die 54 Monate dieser aussergewöhnlichen Band. Die Wahl war aber auch deshalb einfach, weil es der einzige passende Film in OmU war 😉
Ich war übrigens der jüngste im Kino (hört auf zu lachen!). Der ältere Herr neben mir fragte mich vor dem Film auch, „you like The Doors?“ 😄
Und schon war es Abend, also zurück mit der Bahn ins Hotel. Da wollte ich noch einen Highball trinken, jedoch hat mich der Angestellte von der „free flow bar“ überzeugt, so viele Hochprozentigen von Suntory wie in 30 Minuten in mich passen. Für 1500¥ bzw. 8:31.
Im Austausch mit Thomas (dem Kollegen und Allemannen 😉) hab ich dann doch von einem Exzess abgesehen und bin bei vier Genussgetränken geblieben, die bis auf den Campari auch nur halb-Fingerdick waren (kleiner Finger!)
Fazit Tag 1 in Osaka: hier sprechen sie anders als in Tokyo – genau wie unsere sensei das im Kurs mehrfach betont hat 😄
P.S. für alle RaucherInnen hab ich mal ein Foto (erkennbar an dem Polizeiwagen davor) der Buden gemacht, in denen geraucht werden darf – in der Öffentlichkeit ist es mindestens unerwünscht, ich denke sogar verboten.














