Eine meiner derzeitige Erkenntnissen aus den zurückliegenden zwei Wochen ist, dass selbst drei verschiedene Orte schon zu viel sein kann für so einen ersten Aufenthalt.
Heute hab ich den drei Orten nämlich einen vierten hinzugefügt, ich bin mit dem Shinkansen nach Kyoto, da das eins meiner geplanten Tagesziele von Osaka aus war.
Dort hab ich, damit der Tag nicht zu stressig wurde, nur zwei der vielen vielen Ziele ausgesucht, die diese Stadt zu bieten hat.
Angefangen hat es heute erstmal wieder mit dem schönen Kaffee der Neel-Rösterei. Das kleine Süppchen war heute aus Kürbis (letztes Mal war es aus Mais), genauso lecker war es definitv.
Danach war direkt der Shinkansen dran. Das Ticket ist wirklich recht einfach zu kaufen, da die Menüführung auf englisch eingestellt werden kann und jedes Detail inkl. Platzwahl damit erledigt wird. Nur an der Einlassschranke fiel ich blöd auf („bitte gehen Sie zu einem Angestellten…“) weil ich nur ein Ticket eingeschoben hatte – es müssen aber das Fahr- und auch das Platzteservierungsticket als Zweier-Stapel eingeschoben werden 🙈
Die Fahrt war zügig, 275km/h sorgten dafür, dass ich binnen 15 geschmeidigen Minuten in Kyoto war. Als erstes habe ich mir ein Omelette mit Reisfüllung gegönnt, dann ging es zum Tō-Ji-Tempel, der mit der vierstöckigen Pagode. Vor den Toren ein Flohmarkt (ich habe nichts gekauft 😉 innen dann eine sehr schöne kleine Parkanlage mit einem alten, großen Kirschbaum, der ohne Blätter war (die Kirschblütenzeit im Frühjahr ist mir zu teuer).
In den großen Hallen gab es viele buddhistische Statuen, fotografieren war aber strengstens untersagt, daher müsst Ihr mir das einfach so glauben 😉
Weiter ging es danach mit dem Zug zum Fushimi Inari-Schrein, den Ihr ganz sicher alle schon mal im Fernsehen gesehen habt – unzählige rote Torii besitzt dieser Shintō-Schrein.
Hier hab ich zum ersten Mal erlebt, dass auch japanische Nahverkehrszüge nicht immer pünktlich sind, beide Richtungen Zugausfälle und Verspätungen. Egal, mehr Zeit um mit Leuten zu quatschen.
Wenn die kleinen Hirsche in Nara schon viele Touristen angelockt haben, die Torii können das noch zahlreicher! Was auch dafür sorgt, das man eigentlich kein Bilder vielen Torii in einer Reihe ohne irgendwelche anderen Menschen hinbekommt – ausser, man geht relativ spät im Nachmittag bis ganz oben und hat beim Abstieg dann das Glück die richtige der beiden Routen ausgewählt zu haben. Den Aufstieg hab ich übrigens mit einem Nepalesen aus Alice Springs gemacht. Er war schon die Hälfte des Mount Everests hoch, hatte die Pumpe aber genauso auf 300 wie ich 😄.
Es war ein schönes Erlebnis bis ganz oben zum Mount Inari hochzustapfen (so hoch war es jetzt auch wieder nicht) und viele heilige Statuen, heilige Stätten und eben rote Torii zu sehen.
Mit dem Zug ging es dann erstmal zum Bahnhof Kyoto zurück, von wo aus ich den Shinkansen heim nach Osaka genommen habe. Heute war die Abendbrot-Tüte von Family Mart, damit ich endlich mein erstes fami-chiki probieren konnte… ist wie Chicken McNuggets, nur anders und leckerer weil saftiger 😊































