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Tag 3 – Rakugo und noch mehr Perfect Days

Der einzig gesetzte Termin war heute die Rakugo Show von Katsura Sunshine un 14:00, also hab ich mich nach dem ersten Cappuccino auf den Weg Richtung Asukusa gemacht. Morgen werde ich hoffentlich endlich ohne Rückfrage der Angestellten bestellen können… denn diese Nachfragen lassen mich echt blöd dastehen 😄 Gestern hat mich die Rückfrage ob hot oder cold kalt erwischt und heute war es dann – obwohl ich extra seit gestern die Vokabeln für die Bestellung ergänzt habe – die Frage nach der Tassengröße… für morgen bin ich besser vorbereitet, dann weiß ich direkt Bescheid und bestelle den kleinen heißen Cappuccino hoffentlich ohne Nachfragen 😂 Hottokapuchīno o sumōrusaizu de onegaishimasu!

Zurück zu Asakusa, da dort in der Nähe zwei Szenen aus Perfect Days gedreht wurden, bin ich auf die Suche gegangen. Seine Abend-Izakaya findet man, wenn man eine sehr schmale Treppe heruntersteigt. Dort unten hat es einen besonderen Flair, nichts schick aber „alles ehrlich“. Auf dem Rückweg später war ich dort auch was essen, lecker Curry mit Reis und einem gezapften Sapporo (für unschlagbare 1000¥ bzw. knapp 5,70€).

Der Weg zum Theater führt an dem großen Asakusa-Schrein vorbei durch Straßen, die der Bierstraße auf Malle nicht unähnlich sind – nur halt mehr Rikschas.

Das ist echt ein Ding in dem Viertel, dass TouristInnen sich Kimonos anziehen und durch die Straßen tippeln…

Nächstes, aber sehr schönes Vorurteil habe ich in einer Nebengasse einer Nebengasse bestätigt bekommen, Google hatte mir da ein Café empfohlen. Original wie vor 50 Jahren eingerichtet, die meisten Gäste waren wohl auch schon bei der Eröffnung im Besitz eines Führerscheins. Nachdem ich die Gruppe Japaner und Hong Konger auf einem gemeinsamen Foto verewigt hatte, wusste ich welche Gäste im Café an welchen Orten in Deutschland waren. Die einen in Wetzlar weil sie Leica-Kameras so toll finden, mein Nachbar hat mir dann x Orte in Deutschland aufgezählt, die Touristen gerne besuchen, z. B. Heiderübergü. Ich war von dem großen Tempel seiner Heimatstadt genauso beeindruckt wie er von unseren Dom 😉

Die Rakugo-Show war 80 Minuten lang schnelles Englisch und Japanisch, von dem ich letzters natürlich null verstanden habe 😄 Rakugo ist eine spezielle Form des Geschichtenerzählens, die Katsura Sunshine als einziger Nichtjapaner aufführen darf, da er eine Ausbildung dazu durchlaufen hat. Ihr findet ihn bei Interesse auf Youtube.

Leider hatte er keine Kobe-Rind-Empfehlung für mich, aber zusammen mit einer Assistentin haben sie zumindest ein Stadtviertel in Osaka eingrenzen können, das nicht zu touristisch ist. Bericht folgt dann 😉

Auf dem Heimweg hab ich dann nochmal an der Shibuya-Kreuzung eingebremst, da ich das ganze Treiben auch mal bei Nacht sehen wollte. Jo, voll isses immer noch, aber bunter 😊

Japanische Züge sind nicht nur in den rush hours voll, es fehlte alleine der „Reindrücker“ um das nächste Klischee zu erfüllen.

So, mein Konbini gegenüber hat Melonpan und Mochi, die gönne ich mir jetzt 😉