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Tag 17 – mein Italienisch wird immer besser!

Die letzten Tage beginnen. Und ich bin nicht traurig weil es so unendlich viele schöne und wertvolle Erfahrungen in Japan waren.

Aber erst zum heutigen Tag, der fing gut an da das Café des älteren Herrn geöffnet war. Und direkt ein so einfaches doch leckeres Frühstück genossen, ein Toast mit Erdbussbutter und eins mit Marmelade. Dazu Orangensaft und Milchkaffee. Das Eis für den Orangensaft hat er übrigens mit einem kleinen Dreizack von einem Block Eis in einer Holzkiste abgehakt, unglaublich.

Dem Milchkaffee folgte noch ein zweiter und beim Bezahlen habe ich noch eine Kleinigkeit gekauft, was an der Wand genau zu diesem Zweck hing. Was ein Strahlen in seinem Gesicht und dem seiner Frau, das hat sich direkt auf mich übertragen.

Auf dem Weg dorthin habe ich Euch übrigens ein Foto gemacht, damit könnt Ihr Euer Gesicht in das Geisha-Bild einfügen, viel Spaß beim basteln 😄

In meinem Hotelzimmer gibt es jeden Tag einen frischen Yukata. Das hat mich dazu inspiriert mir einen eigenen zuzulegen. Ein Kimono wäre mir zu pompös, ein schlichter Yukata aber genau das passende. Also beim Milchkaffee recherchiert und die Top-Empfehlung im Web war direkt um die Ecke (tatsächlich nur 3 Minuten zu gehen). Dort war genau der schlichte Yukata zu kaufen den ich mir vorgestellt habe, direkt auch mit passendem Gürtel dazu. Hinweis an die KollegInnen: nein, damit werde ich nie im Büro auftauchen, das ist ein Wohlfühl-Bademantel für daheim und auch nur da, also keine Bange 😄

Als nächstes war wieder Shibuya dran, die vorbestellten Platten abholen. Da dort eine vierte nicht vorhanden war, bin ich weiter nach Shinjuku in den nächsten hmv-Laden, aber auch dort war die Platte nicht zu haben.

Zeit für ne Kleinigkeit, also wieder ein Café gesucht und um zwei Ecken gefunden. Es gab das beste french toast ever! Gut, ich hatte bisher erst ein anderes (in Kanada), aber sehr lecker war es!

Um die Ecke zufällig einen weiteren Laden für gebrauchte Medien gefunden, doch auch kein Erfolg. Also was die Platte anging, ich kann jetzt aber Leon der Profi daheim auf japanisch gucken 😉

100 Meter weiter sah ich dann ein Segafredo und wer kann bei einem italienischen Heißgetränk schon nein sagen?

Einen Milchkaffee später hab ich noch einen Blutorangensaft getrunken. Da es bis zum Essen mit den LernkollegInnen noch drei Stunden waren hatte ich noch viel Zeit. Von meinem Platz in der Ecke konnte ich eine recht belebte Kreuzung schön überblicken. Also die Zeit genutzt und mein bestes italienisch rausgekramt und einen Espresso bestellt. Das hat so gut funktioniert, dass ich noch zwei weitere bestellt habe – schaut Euch auf den Bildern an, wie gut das funktioniert hat 😁

Das reichte dann auch, also los ins Getümmel. In einem Riesenkaufhaus habe ich das entdeckt, auf das ich unbedingt sparen muss – einen japanischen Klodeckel! So einer mit Wind und Sprühdings und automatischem Deckel und Geräuschen um andere Geräusche zu überdecken. Ich habe wie gesagt keine Ahnung weswegen es sowas nicht auch bei uns gibt…

Endlich Zeit zum Essen, also auf zum vereinbarten Restaurant. Diesmal gab es eine Sonderform von Ramen, Tsukemen. Es sind die gleichen Zutaten wie bei Ramen, man bekommt es halt als Bausatz serviert. Macht mehr Spaß und ich hatte nur einen einzigen Fleck auf dem Hemd 😉

Dann… hatten die anderen noch die glorreiche Idee Karaoke singen zu gehen. Eine Bar ausgesucht und für zwei Stunden gebucht. In Japan heisst das, man hat einen eigenen abgetrennten Raum zum Singen, bekommt also von den anderen nichts mit – und umgekehrt.

Keine Ahnung wie sich morgen meine Stimme anhört, nach Mr. Brightside, Wonderwall, Abba-Medley und Piano Man… geölt haben wie unsere Stimmen aber fleißig 😉

Letzter Zug, zurück ins Hotel und diesen Eintrag geschrieben. Gute Nacht aus Tokyo 😊

Das letzte Bild hab ich mal nachgeliefert, da ich gestern von den Pfeilen auf dem Biden sprach.