Langsam neigt sich die Zeit in Japan dem Ende zu. Es waren ereignisreiche Tage. Unvergessliche voller toller Begegnungen und Erfahrungen.
Heute war der Abschied von Sarah und Colin. Standesgemäß haben wir das bei Running Sushi gefeiert, so eins mit zwei Fließbändern. Vom unteren kann man sich vorgefertigte Gerichte nehmen, sich also einfach inspirieren lassen und zugreifen. Das obere high speed-Laufband bringt die eigenen Vorbestellungen, die man vorher mit dem eigenen Telefon oder dem Tablett am Tisch gemacht hat.
Sushi in Japan ist anders als ich es aus Deutschland kenne. Maki-Sushi, also die kleinen Röllchen mit Nori-Blatt aussen gibt es in sehr kleiner Zahl, es gibt dafür gefühlt 10 verschiedene Nigiri mit Tunfisch, dazu kommen noch die vielen anderen Arten, die es zum Teil auch bei uns gibt. Abgefahren wird es dann aber bei Mais-Mayo-Sushi oder Meatball-Mayo-Sushi. Und das ist nur der Anfang.
Wir haben heute sogar zu sechst gefeiert, denn irgendjemand kennt immer irgendjemanden 😉Die beiden sind ja schon zusammen mit Anna aus Hokkaido runtergekommen, dazu kamen noch zwei, die mit dem Fahrrad von Deutschland aus bis nach Japan gefahren sind. Einzelne Strecken wurden politisch bedingt mit Flugzeug, Bus oder Bahn überbrückt, aber den Großteil saßen die beiden (auf getrennten Routen) aufm Fahrrad 😳 Spannend was sie so zu erzählen hatten, denn das war definitv ein anderer Weg um nach Japan zu kommen.
Auf dem Weg zum Treffen mit den anderen dreien hatten wir auch in Tokyo ein Erdbeben, war aber nur ein 4,9er, welches sich in Tokyo wie ein 3er angefühlt hat. Wenn man es denn mitbekommen hat, denn Sarah, Colin und ich waren da zu Fuß unterwegs und haben es schlicht verpasst.
Einige U-Bahn/Bahnlinien haben dabei wohl standardmäßig angehalten, denn im Nachgang gab es auf einigen Linien Verspätungen, ein Bild einer Hinweistafel im Bahnhof sehr Ihr unten.
Ansonsten… letztes Frühstück beim älteren Mann und seiner Frau, danach ein schönes Jazz-Café in Jimbocho – DAS Buchviertel, denn alle paar Meter gibt es einen Laden mit alten Büchern, Mangas, Filmzeitschriften, alles was gedruckt werden kann – gefunden.
Dort gab es zuerst lecker Nudeln mit Suppe dazu, dann einen Milchkaffee, gefolgt von einem Scone mit Sahne und Marmelade. Abgerundet wurde es mit einem 12jährigen Glenlivet, also ein komplettes Menü 😉
Auf dem Bild seht Ihr zwischen den Bücher ein etwas größeres Printerzeugnis aufragen, „… Days“ ist noch zu erkennen. Ja, genau, das war von DEM Film. Leider war es ein unverkäuflicher Info-Promo-Druck, einer Zeitung gleich, der nicht zu verkaufen war. Trotzdem schön darüber gestolpert zu sein.
Der vorletzte Abend ist jetzt rum, morgen noch und ich bin auf dem Rückweg. Mit ganz viel Erinnerungen im Kopf (und Herz) 😊














